Nach anderthalb Jahren hat er sein Referendariat an einer Schule im sozialen Brennpunkt im Ruhrgebiet erfolgreich beendet. Warum der junge Lehrer dieser Schule den Rücken kehrt und knapp 50 Prozent seiner ehemaligen Kollegen psychische Probleme bekommen haben, erzählt er im Interview.   Weiterlesen

Ein Gespräch mit Raya, die sich nach ihren Erfahrungen in ihrem Geburtsort Saudi-Arabien und ihrer Beschäftigung mit den aufklärerischen Dichtern und Denkern Deutschlands als „radikal proaufklärerisch“ definiert und sich das auch von ihrem neuen Heimatland Deutschland gewünscht hätte. Insbesondere ist sie vom hiesigen Umgang mit dem Islam enttäuscht. Weiterlesen

Das von Terres des Femmes geforderte Kopftuchverbot für minderjährige Mädchen wird derzeit kontrovers diskutiert. Kritiker argumentieren mit der durch das Verbot eingeschränkten Religionsfreiheit der Kinder und einem bevormundenden Staat, der dem Individuum seine Freiheiten nimmt. Dabei vergessen sie die Rechte des Kindes und begünstigen eine ethnisch-religiöse Spaltung der Gesellschaft in moralisch und rechtlich voneinander isolierte Räume, die Minderheiten eher schwächt als stärkt und langfristig den sozialen Frieden gefährden kann.

Weiterlesen

„Den Islam“ gibt es nicht? Selbstverständlich gibt es ihn. Er ist das Konglomerat der Glaubenspraxis seiner Anhänger und seine theologische Basis. Das Prinzip, wonach man von einer Einheit sprechen kann, wenn zwischen den Bestandteilen dieser Einheit genügend Gemeinsamkeiten bestehen, um die Einheit sinnvoll von anderen Einheiten abzugrenzen, trifft auch auf den Islam zu. Vor allem über den real existierenden Islam, der sich vorrangig über die Einstellungen aller Muslime definiert, lassen sich empirisch gesicherte Aussagen machen.

Gerade von jenen, die eine Differenzierung hinsichtlich der Pluralität des Islams einfordern, um den Islam vor Kritik zu immunisieren, hört man allenthalben pauschalisierende und beschönigende Argumente über „den Islam“, die nachfolgend mit Hilfe von Zahlen widerlegt werden sollen. Weiterlesen

In dieser Woche wurde in der ZEIT in Bezug auf die Frage der privaten Seenotrettung von Flüchtlingen unter der provokativen Überschrift „Oder soll man es lassen?“ ein Artikel veröffentlicht, der einen Shitstorm ausgelöst hat. Eine Journalistin von der SZ schrieb: „Ihr habt doch den Arsch offen.“ Eine Spiegel-Kolumnistin beschrieb den Artikel als „kalten, verdorbenen Wahnsinn“ und der Chefredakteur der Titanic, Tim Wolff, empfahl allen ZEIT-Mitarbeitern, der Autorin des Texts (Mariam Lau) täglich brühend heißen Kaffee ins Gesicht zu schütten. Auf Twitter fragte er außerdem: „Zeit‘-Journalisten auf offener Straße erschießen?“.

Mitleid, oft als Bedingung für Menschlichkeit beschrieben, wird Mariam Lau eher weniger zuteil. Grund dafür ist ein moralischer Dualismus, der ihre Kritiker im Namen des Mitleids und ohne nennenswerte Risiken in eine moralische Überlegenheitsposition versetzt, die dazu befähigt, Menschen schwerste und dauerhafte Verbrennungen oder öffentliche Erschießungen zu wünschen, ohne nennenswerte Konsequenzen dafür befürchten zu müssen. Antworten auf wichtige migrationspolitische Fragen findet man so nicht. Weiterlesen

Ich habe gerade zusammen mit anderen Referendaren eine Gesamtschule eines ärmeren Viertels im Ruhrgebiet besucht und möchte hier gerne meine Eindrücke von der Schule und das Gespräch mit der Schulleitung schildern, um exemplarisch und anschließend anhand von empirischen Studien zu verdeutlichen, warum und woran unser Schulsystem derzeit scheitert.

Weiterlesen

Muss oder sollte die Polizei Informationen in verschiedenen Sprachen bereit stellen? Oder ist von den hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund zu erwarten, dass sie zu diesem Zweck die deutsche Sprache erlernen?
Felix Bölter kommentiert die Kritik am Verhalten der Polizei anlässlich eines kürzlichen Großeinsatzes sowie die darauf folgenden Reaktionen.

Weiterlesen

Eher nicht, denn:

1. Selbst wenn sie die Wahrheit einer These als solche aufgrund zwingender Beweise anerkennen (müssten), sind regressive Linke der Meinung, dass diese aus moralischen Gründen verschwiegen werden sollte. Autoritäre Rechte verschließen sich der Wahrheit vorzugsweise durch ihre ungeprüfte Ablehnung („fake news“). Weiterlesen

Schach, schwarz-weiße Springer Konfrontation

Erst zu wissen, wie wir sind, hilft uns, uns zu ändern.

Der Rassismusbegriff wird heute inflationär ausgeweitet und instrumentalisiert und erfährt dadurch eine Zweckentfremdung, die seiner eigentlichen markanten Bedeutung nicht mehr gerecht wird. Er verkommt zum politischen Werkzeug, das acht- und maßlos benutzt wird.

Dieser Beitrag soll die Grundlagen von Rassismus unter Betrachtung diverser Studien darlegen und das Bewusstsein des Lesers schärfen, mit diesen Grundlagen umzugehen.

Weiterlesen