(Halb)offener Brief an einen Philosophiedozenten – Der Islamismus als Konstrukt des Westens

Sehr geehrter Herr Professor,
 
Sie haben am Montag in Ihrer Vorlesung „Philosophie der Aufklärung“ im Rahmen Ihrer Ausführungen zu Herder die These vertreten, dass der Islamismus ein einzig durch den Westen (genauer: die USA?) erschaffenes Konstrukt sei, das bei der Ressourcenerschließung helfen solle. Ich glaube, dass dieser These eine Monokausalität inhärent ist, die dem Phänomen „Islamismus“ nicht gerecht wird.

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Identitätsstudie: Immer mehr Menschen bezeichnen sich als Weltbürger

Immer mehr Menschen definieren sich hauptsächlich als Weltbürger und nicht über ihr Land oder ihre Religion. Das ist das Ergebnis einer großen Umfrage der BBC, die bei 20.000 Menschen in 18 Ländern durchgeführt wurde. Vor allem in den Ländern China, Nigeria, Peru und Indien war der Bevölkerung die Nationalität nicht besonders wichtig. 73% der Nigerianer gaben zum Beispiel an, sich als Weltbürger zu sehen.

Rückläufig ist dieser Trend hingegen in den entwickelten Industrienationen. In Deutschland war der Nationalismus seit Beginn der Befragung vor 15 Jahren noch nie so ausgeprägt wie heute. Nur 30% der Deutschen bezeichneten sich als Weltbürger.
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Jan Böhmermann, ein Kämpfer für die freie Meinungsäußerung

Es herrscht viel Aufregung um das Schmähgedicht, das wahrlich seinen Namen verdient hat. Klar ist, dass dieses Gedicht inhaltlich völlig daneben und wahrscheinlich auch strafrechtlich relevant ist. In jedem Feuilleton einer jeden seriösen Zeitung würde dieses Gedicht wohl – völlig zu Recht – die schlechteste Note erhalten. Doch besitzt es vielleicht mehr als den bloßen Inhalt? Ich meine: Ja. Es ist in einen politischen Kontext einzuordnen, der mehrere Dimensionen aufweist:

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Religion als Integrationshemmnis

Im Rahmen einer Studie des WZB versuchte Ruud Koopmans herauszufinden, warum Muslime in ganz Europa zu den Schlusslichtern auf dem Arbeitsmarkt zählen. Er führte eine Umfrage mit 7000 Personen in sechs europäischen Ländern durch.

Ergebnis: Nicht die ethnische Diskriminierung und der Rassismus gegenüber Muslimen seien die Hauptgründe für die ausbleibende Integration, sondern vor allem soziokulturelle Faktoren. Fehlende Sprachkenntnisse, ausbleibende interethnische Kontakte und religiöse Wertvorstellungen sind laut Koopmans die entscheidenderen Barrieren für den Arbeitsmarkt.
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Ausblick auf die kommenden Jahre in Deutschland

Die Länder auf der Balkanroute schließen ihre Grenzen ohne Deutschland oder Griechenland in ihre Pläne einbezogen zu haben während Merkel im Alleingang eine Flüchtlingspolitik durchzusetzen versucht, für die sie in der eigenen Bevölkerung und in den anderen EU-Staaten kaum bis keinen Rückhalt erfährt. Eine europäische Lösung gibt es nicht und wird es wenn überhaupt erst geben, wenn es schon (fast) zu spät ist.

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Weltanschauliche Wörterkunde

Als Freund von sprachlicher Präzision pflegen ich und eine Vielzahl weiterer Menschen in Diskussionen und Erörterungen, egal ob auf schriftliche oder sprachliche Weise, auch in weltanschaulichen oder philosophischen Themengebieten, gerne eindeutige Fachformulierungen zu verwenden. Da die allermeisten dedizierten Humanisten mit diesem Vokabular vertraut sind, stellt das auch in aller Regel kein Problem dar und ist allgemein für die inhaltliche Klarheit von Vorteil. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass diese semantische Vorgehensweise als zu theoretisch wahrgenommen wird und einige Diskussionspartner, die mit religionskritischer und philosophischer Literatur nicht so eng vertraut sind darin gar eine Art der Verwirrungstaktik ausmachen wollen. Das ist auch alles andere als unverständlich, denn die Vielfalt charakterisierender Begrifflichkeiten und weltanschaulicher Definitionen ist groß und nicht immer leicht zu durchschauen. Zudem klingen die Worte recht ähnlich und unterscheiden sich sowohl inhaltlich, als auch schriftlich nur in Nuancen. Ein kompakter Überblick über weltanschauliche Definitionen und Charakteristika ist daher gewiss hilfreich.

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Religiösen Glauben muss man respektieren! – Warum eigentlich?

Glaubensverteidiger verschiedener Konfessionen berufen sich auf diese Formel: Glaube müsse respektiert werden. Glaubensüberzeugungen stünden in einer Diskussion unter besonderem Schutz. „Das ist eben mein Glaube“ sei eine legitime Rechtfertigung für eigene Positionen.[1]

Was ist „Glaube“? Glaube ist das Annehmen von Überzeugungen ohne rechtfertigende Gründe.[2] Die Bibel buchstabiert es aus: „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.“[3] Glaube ist nichtgerechtfertigte Gewissheit, eine erwünschte Annahme sei wahr. Glaube ist der Verzicht auf Zweifel, obwohl Zweifel angemessen wären. Ist das eine intellektuell respektable Position? Weiterlesen

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Die gravierendsten Fehlschlüsse

Logische Fehlschlüsse sind keine Seltenheit. Sie unterlaufen jedem Menschen im Laufe seines Lebens und besonders im Verlauf von Diskussionen kommen sie das ein oder andere Mal vor. Manchen Menschen unterläuft ein solcher – vermeintlich nicht weitreichender – Fauxpas häufiger, manchen seltener.

Besonders in emotional aufgeheizten Debatten ist der Hang zum Fehlschluss groß, da man durch diesen seinen Emotionen Ausdruck verleihen kann, ohne eine größere Denkleistung bemühen zu müssen. Ein solcher Fehlschluss ist jedoch nicht nur intellektuell unredlich, sondern führt auch zu Sackgassen und Trugschlüssen im Denken, was unter Umständen dazu führen kann, dass man sich wegen seines Weltbildes partiell oder gänzlich von der Realität entfernt.

Von daher ist es ratsam sich die Fähigkeit anzueignen, logische Fehlschlüsse zu erkennen und zu lernen, wie man sie vermeidet. Hierzu möchte ich die ersten zehn der in meinen Augen relevantesten und folgenschwersten Fehlschlüsse genauer erläutern:

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