Autoritarismus, die größte Gefahr der freiheitlichen Welt

In vielen westlichen Staaten feiern rechte und nationalistische Parteien große Erfolge. AfD, Front National, Trump, Orban und Co fordern eine Rückbesinnung auf nationale Interessen, appellieren an den Patriotismus und kompromittieren Fremdgruppen pauschalisierend als fremde, die Gesellschaft bedrohende Gefahr. Dass die Europäer sich wieder rechten Politikern zuwenden, erscheint angesichts des historisch erst vor kurzem wütenden Nationalsozialismus anachronistisch. Gleichzeitig gewinnen kollektivistisch denkende fundamentalistische Muslime politisch wie gesellschaftlich an Macht und etablieren autoritative Strukturen. Beide Gruppen sind gleichermaßen als Gefahr für unsere freiheitliche Welt anzusehen. Die Grundlagen ihres Denkens sind sich ähnlicher, als sie es wahrhaben wollen. Eine Analyse.

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(Halb)offener Brief an einen Philosophiedozenten – Der Islamismus als Konstrukt des Westens

Sehr geehrter Herr Professor,
 
Sie haben am Montag in Ihrer Vorlesung „Philosophie der Aufklärung“ im Rahmen Ihrer Ausführungen zu Herder die These vertreten, dass der Islamismus ein einzig durch den Westen (genauer: die USA?) erschaffenes Konstrukt sei, das bei der Ressourcenerschließung helfen solle. Ich glaube, dass dieser These eine Monokausalität inhärent ist, die dem Phänomen „Islamismus“ nicht gerecht wird.

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Identitätsstudie: Immer mehr Menschen bezeichnen sich als Weltbürger

Immer mehr Menschen definieren sich hauptsächlich als Weltbürger und nicht über ihr Land oder ihre Religion. Das ist das Ergebnis einer großen Umfrage der BBC, die bei 20.000 Menschen in 18 Ländern durchgeführt wurde. Vor allem in den Ländern China, Nigeria, Peru und Indien war der Bevölkerung die Nationalität nicht besonders wichtig. 73% der Nigerianer gaben zum Beispiel an, sich als Weltbürger zu sehen.

Rückläufig ist dieser Trend hingegen in den entwickelten Industrienationen. In Deutschland war der Nationalismus seit Beginn der Befragung vor 15 Jahren noch nie so ausgeprägt wie heute. Nur 30% der Deutschen bezeichneten sich als Weltbürger.
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Jan Böhmermann, ein Kämpfer für die freie Meinungsäußerung

Es herrscht viel Aufregung um das Schmähgedicht, das wahrlich seinen Namen verdient hat. Klar ist, dass dieses Gedicht inhaltlich völlig daneben und wahrscheinlich auch strafrechtlich relevant ist. In jedem Feuilleton einer jeden seriösen Zeitung würde dieses Gedicht wohl – völlig zu Recht – die schlechteste Note erhalten. Doch besitzt es vielleicht mehr als den bloßen Inhalt? Ich meine: Ja. Es ist in einen politischen Kontext einzuordnen, der mehrere Dimensionen aufweist:

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Religion als Integrationshemmnis

Im Rahmen einer Studie des WZB versuchte Ruud Koopmans herauszufinden, warum Muslime in ganz Europa zu den Schlusslichtern auf dem Arbeitsmarkt zählen. Er führte eine Umfrage mit 7000 Personen in sechs europäischen Ländern durch.

Ergebnis: Nicht die ethnische Diskriminierung und der Rassismus gegenüber Muslimen seien die Hauptgründe für die ausbleibende Integration, sondern vor allem soziokulturelle Faktoren. Fehlende Sprachkenntnisse, ausbleibende interethnische Kontakte und religiöse Wertvorstellungen sind laut Koopmans die entscheidenderen Barrieren für den Arbeitsmarkt.
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