Die Welt steht nicht am Abgrund

Die Gestrigen greifen nach der Macht

Man könnte meinen, es könne kaum schlimmer werden: Der rechtspopulistische, frauen-, minderheiten- und wissenschaftsfeindliche Donald Trump kommt in den USA an die Macht. In Polen wird unter der nationalkonservativen PiS-Partei die Gewaltenteilung abgeschafft und „Jesus Christus“ zum König inthronisiert. „Trotzige“ Lehrer werden entlassen, damit die neuen Lehrpläne und Schulbücher die geforderte patriotische Erziehung nachhaltig in die Köpfe der Jugend einhämmert. Ähnliches findet sich in der Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan wieder. Dort wird die „Säuberung“ der Universitäten, der Wissenschaft, der Philosophie, der Kunst, des Justizsystems, des Parlaments, der Kurdengebiete, der Medien und des Militärs seit einigen Monaten vollzogen. Wer nicht auf einer Linie mit dem religiösen Fundamentalismus der Obrigkeit steht, wird entlassen und bei Widerworten eingesperrt – oder Schlimmeres. Die Familien der „Querulanten“ werden beobachtet, bewacht oder ebenfalls inhaftiert und als Druckmittel benutzt. Weiterlesen

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»Debatte um „Nafri“ – ich verstehe sie nicht«

Ich kann die Debatte um Silvester, bestimmte Tweets und den Fachjargon einer Behörde nicht wirklich nachvollziehen. Es gibt so vieles, das es verdient hätte, einen Shitstorm auszulösen. Dass die Polizei hingegen Kurzbezeichnungen nutzt, Kollektive, Ethnien, Völker, ja ganze Kontinentabschnitte zusammenfasst, sollte, dem Pragmatismus des Amtes geschuldet, einleuchten. Oder?

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„Gottgelenkte Evolution“ – ein gescheiterter Versuch der Konsensfindung

Das Konzept einer „gottgelenkten Evolution“ wird als Kompromiss zwischen Kreationismus und der wissenschaftlichen Evolutionsbiologie angeboten. Mit einem wissenschaftlich begründeten Verständnis evolutionärer Prozesse ist dieses Konzept nicht vereinbar, denn alle Beobachtungen deuten auf ungelenkte Evolution hin. Zudem werfen Versuche einer Vereinigung beider Konzepte unlösbare theologische Probleme auf. Weiterlesen

Autoritarismus, die größte Gefahr der freiheitlichen Welt

In vielen westlichen Staaten feiern rechte und nationalistische Parteien große Erfolge. AfD, Front National, Trump, Orban und Co fordern eine Rückbesinnung auf nationale Interessen, appellieren an den Patriotismus und kompromittieren Fremdgruppen pauschalisierend als fremde, die Gesellschaft bedrohende Gefahr. Dass die Europäer sich wieder rechten Politikern zuwenden, erscheint angesichts des historisch erst vor kurzem wütenden Nationalsozialismus anachronistisch. Gleichzeitig gewinnen kollektivistisch denkende fundamentalistische Muslime politisch wie gesellschaftlich an Macht und etablieren autoritative Strukturen. Beide Gruppen sind gleichermaßen als Gefahr für unsere freiheitliche Welt anzusehen. Die Grundlagen ihres Denkens sind sich ähnlicher, als sie es wahrhaben wollen. Eine Analyse.

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