Einträge von Felix Kruppa

Die politische Instrumentalisierung des Mitleids

In dieser Woche wurde in der ZEIT in Bezug auf die Frage der privaten Seenotrettung von Flüchtlingen unter der provokativen Überschrift „Oder soll man es lassen?“ ein Artikel veröffentlicht, der einen Shitstorm ausgelöst hat. Eine Journalistin von der SZ schrieb: „Ihr habt doch den Arsch offen.“ Eine Spiegel-Kolumnistin beschrieb den Artikel als „kalten, verdorbenen Wahnsinn“ […]

Macht es Sinn, mit regressiven Linken oder autoritären Rechten über Islam oder Migration zu diskutieren?

Eher nicht, denn: 1. Selbst wenn sie die Wahrheit einer These als solche aufgrund zwingender Beweise anerkennen (müssten), sind regressive Linke der Meinung, dass diese aus moralischen Gründen verschwiegen werden sollte. Autoritäre Rechte verschließen sich der Wahrheit vorzugsweise durch ihre ungeprüfte Ablehnung („fake news“).

,

Warum wir unsere Meinungen nicht ändern

Niemand überdenkt sein Weltbild gerne. Es macht uns aus und gibt uns ein Zugehörigkeitsgefühl. Die Irrationalität des Weltbildes ist dafür vollkommen unerheblich. Sogenannte kognitive Verzerrungen helfen uns dabei, wider die Fakten an unserer Meinung festzuhalten. Insbesondere politische Ansichten werden zunehmend durch Emotionen bestimmt und gefährden so den rationalen Diskurs.

,

Judenfeindlichkeit muslimischer Migranten

Juden sind in Deutschland zunehmend rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Die Zahl der antisemitischen Straftaten nimmt rasant zu. Was in den etablierten Medien aus Angst vor dem Rassismusvorwurf oft nicht diskutiert wird: Die neue Antisemitismuswelle scheint überwiegend durch muslimische Migranten geprägt zu sein. Journalistische Beiträge über den aufkommenden Antisemitismus oszillieren stattdessen zwischen empirisch nicht fundierten Mutmaßungen und dem […]

Personalität bei Robert Spaemann und Peter Singer

Sollte man Menschen und Tiere töten dürfen? Wenn ja: unter welchen Bedingungen? Wenn nein: welche Gründe sprechen dagegen? Einig sind sich die meisten Philosophen darin, dass das Vorhandensein von Personalität Garant für einen besonderen Lebensschutz sein sollte. Weniger einig sind sich Philosophen[1] allerdings bezüglich einer Begriffsbestimmung des Phänomens „Personalität“ und den daraus resultierenden ethischen Implikationen. […]

,

Autoritäre Einstellungen bei Schülern mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit

Als eine der ersten empirischen deutschsprachigen Studien in diesem Bereich wurden im Rahmen einer Masterarbeit autoritäre Einstellungen von 668 SchülerInnen mit besonderer Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit gemessen. Der Fragebogen ermittelte Einstellungen zu den Themen Minderheitenfeindlichkeit, der Bedeutsamkeit der eigenen Weltanschauung, Einstelllungen zur Erziehung, Demokratie sowie Rollenbildern und Sexualität. Während die Einstellungen von SchülerInnen christlichen Glaubens und […]

Die islamische Welt gegen den Fortschritt

Der ganzen Welt geht es seit vier Jahrzehnten immer besser. Nie lebten die Menschen gesünder, länger, gebildeter und toleranter als heute. Vor 40 Jahren lebte noch die Hälfte aller Menschen in extremer Armut, heute ist es nur noch ein Zehntel aller Erdbewohner. Dieser Fortschritt fällt in islamischen Ländern weitaus geringer aus. Neben dem Westen ist […]

Debattenkultur heute: Zwischen Political Correctness und alternativen Fakten

In wichtigen gesellschaftlichen Debatten ist das Sprechen miteinander einem Sprechen gegeneinander gewichen. Das Faktum scheint dabei zur leeren Worthülse zu verkommen. Wichtiger als Wahrheiten, die eigentlich die Basis eines rationalen Diskurses stellen sollten, werden in politischen Diskursen Aussagen, die der gesellschaftlichen Positionierung dienen. Die Sprache fungiert als Distinktionsmerkmal: Wer das Falsche sagt, gehört nicht dazu. […]