Personalität bei Robert Spaemann und Peter Singer

Sollte man Menschen und Tiere töten dürfen? Wenn ja: unter welchen Bedingungen? Wenn nein: welche Gründe sprechen dagegen? Einig sind sich die meisten Philosophen darin, dass das Vorhandensein von Personalität Garant für einen besonderen Lebensschutz sein sollte. Weniger einig sind sich Philosophen[1] allerdings bezüglich einer Begriffsbestimmung des Phänomens „Personalität“ und den daraus resultierenden ethischen Implikationen.

Der vorliegende Text soll eine Einführung in die Theorie der Personalität bieten, um darauf aufbauend zwei konträre philosophische Positionen zu thematisieren. Sowohl für Robert Spaemann als auch für Peter Singer wird das jeweilige Verständnis von Personalität und dessen ethischen Implikationen für die Medizin- und Tierethik untersucht. Während Spaemann, ein entschiedener Sterbehilfe- und Abtreibungsgegner, jegliche Relativierungen des Rechts auf und Bedingungen für das Leben ablehnt, setzt sich Singer für seinen Eigenschaftsansatz ein, der Personalität und somit auch ein Mehr an Rechten an Bedingungen und Fähigkeiten koppelt.

Beide Positionen werden abschließend in einer Synopse gegenübergestellt und zusammengefasst.

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