Religiösen Glauben muss man respektieren! – Warum eigentlich?

Glaubensverteidiger verschiedener Konfessionen berufen sich auf diese Formel: Glaube müsse respektiert werden. Glaubensüberzeugungen stünden in einer Diskussion unter besonderem Schutz. „Das ist eben mein Glaube“ sei eine legitime Rechtfertigung für eigene Positionen.[1]

Was ist „Glaube“? Glaube ist das Annehmen von Überzeugungen ohne rechtfertigende Gründe.[2] Die Bibel buchstabiert es aus: „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht.“[3] Glaube ist nichtgerechtfertigte Gewissheit, eine erwünschte Annahme sei wahr. Glaube ist der Verzicht auf Zweifel, obwohl Zweifel angemessen wären. Ist das eine intellektuell respektable Position? Weiterlesen

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Die gravierendsten Fehlschlüsse

Logische Fehlschlüsse sind keine Seltenheit. Sie unterlaufen jedem Menschen im Laufe seines Lebens und besonders im Verlauf von Diskussionen kommen sie das ein oder andere Mal vor. Manchen Menschen unterläuft ein solcher – vermeintlich nicht weitreichender – Fauxpas häufiger, manchen seltener.

Besonders in emotional aufgeheizten Debatten ist der Hang zum Fehlschluss groß, da man durch diesen seinen Emotionen Ausdruck verleihen kann, ohne eine größere Denkleistung bemühen zu müssen. Ein solcher Fehlschluss ist jedoch nicht nur intellektuell unredlich, sondern führt auch zu Sackgassen und Trugschlüssen im Denken, was unter Umständen dazu führen kann, dass man sich wegen seines Weltbildes partiell oder gänzlich von der Realität entfernt.

Von daher ist es ratsam sich die Fähigkeit anzueignen, logische Fehlschlüsse zu erkennen und zu lernen, wie man sie vermeidet. Hierzu möchte ich die ersten zehn der in meinen Augen relevantesten und folgenschwersten Fehlschlüsse genauer erläutern:

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Konfessionalität und Religiosität angehender Lehrkräfte in NRW

Aus den Studien zur LehrerInnen-Professionalität (StuLP) von Prof. Dr. Maria Anna Kreienbaum und Katja Schwaniger (M.A.) geht hervor, dass 89,9% derjenigen, die in NRW das Lehramt anstreben, (christlich-) konfessionell gebunden sind.[1] Demgegenüber sind nur 70,59% der Bevölkerung in NRW einer christlichen Religionsgemeinschaft (evangelisch und römisch-katholisch) zugehörig.[2]
Der hohe Anteil konfessionell gebundener Lehramtsstudierender ist schwer in Einklang zu bringen mit der degenerativen Entwicklung der Anzahl der Deutschen, die konfessionell gebunden sind als auch mit der immer weiter sinkenden Religiosität. Es deutet vieles darauf hin, dass die Konfession nur noch tradiertes Relikt der Elterngeneration ist, welches allerdings immer seltener mit einem persönlichen Glauben einhergeht. Außerdem ist die Diskriminierung von atheistischen oder andersgläubigen LehramtsanwärterInnen eine Ursache. Diese werden an staatlich finanzierten Konfessionsschulen systematisch benachteiligt.

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