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Die Seele als immaterielle Entität ist widerlegt

Aus Sicht der Naturwissenschaften und vor allem der Neurobiologie kann es eigentlich keinen Zweifel mehr daran geben, dass psychische Prozesse, genauso wie Prozesse der Wahrnehmung, der Kognition und der Motorik aufs Engste mit der Aktivität von Nervenzellen in unterschiedlichen Regionen des Gehirns verbunden sind. Ein Geist, wie er in den monotheistischen Religionen vorausgesetzt wird, widerspricht jeglichen physikalischen Prinzipien und ist ausgemachter Anthropozentrismus. Die Seele sitzt natürlicherweise im Gehirn und ist Resultat dessen.

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Freiheit und Verantwortung in Anbetracht der Postulate der Neurowissenschaften

„Entscheide dich weise, du hast einen freien Willen und bist für dich verantwortlich!“ hört man im Alltag des Öfteren. Auch im Recht wird Strafe über die Idee eines zur Verantwortung ermöglichenden freien Willens legitimiert. Dieser gesellschaftlich weit verbreitete Willensfreiheitsbegriff geht noch auf Kant zurück, nach welchem der freie Wille der Anfang einer Kausalkette ist und somit selbst keine kausale Ursache hat. Das Prinzip der Kausalität, eins der wichtigsten uns bekannten Naturgesetze überhaupt, trifft auf menschliche Entscheidungsprozesse gemäß Vertretern des freien Willens nicht zu. „Mitnichten“ meint die Hirnforschung und liefert genug Indizien dafür, den freien Willen (bzw. die Möglichkeit alternativer Entscheidungen) getrost als Illusion bezeichnen zu dürfen. Ist dies aber sinnvoll oder brauchen wir die Idee des freien Willens, weil sie Verantwortung impliziert, den Grundbaustein friedlicher Gesellschaften?

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Gott sitzt im Gehirn

Alles, was wir erleben, hat seinen Ursprung im Gehirn. So kommen Gotteserfahrungen auch nicht von ungefähr. Psychiater wissen seit Jahrzehnten, dass eine bestimmte Art der Epilepsie zu religiösen Gefühlen führt. Bei dieser sogenannten Herd-Epilepsie ist nur eine relativ kleine Hirnregion im linken Schläfenlappen betroffen (Schläfenlappen-Epilepsie). Diese Anfälle gehen einher mit dem Erlebnis göttlicher Gegenwart oder auch in direkter Kommunikation mit Gott zu sein. Es können Gefühle der höchsten Ekstase und tiefster Verzweiflung entstehen („Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“). Sogenannte Schläfenlappen-Persönlichkeiten erblicken überall kosmische Bedeutsamkeiten, auch in scheinbar trivialen Ereignissen.

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