Ein Gespräch mit Raya, die sich nach ihren Erfahrungen in ihrem Geburtsort Saudi-Arabien und ihrer Beschäftigung mit den aufklärerischen Dichtern und Denkern Deutschlands als „radikal proaufklärerisch“ definiert und sich das auch von ihrem neuen Heimatland Deutschland gewünscht hätte. Insbesondere ist sie vom hiesigen Umgang mit dem Islam enttäuscht. Weiterlesen

Nachhaltiger Konsum liegt im Trend. Verbraucher machen sich zunehmend Gedanken, durch welches Kaufverhalten sie ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Das Studium und der Vergleich von Produktionsmethoden ist aber meistens schwierig. Der erforderliche Aufwand dafür schreckt ab. Dabei hilft oft ein einfacher und effektiver Trick: der Blick auf das Preisschild. Ressourcen (inkl. Energie und Arbeitskraft) kosten Geld, und zwar umso mehr, je knapper und essenzieller. Der Ressourcenverbrauch schlägt sich im Preis nieder. Günstige Preise sind nur dank ressourcenschonender Produktion möglich. Sofern keine Faktoren wie giftige Abfälle im Spiel sind, ist das günstigere und ressourcenschonendere Produkt fast immer gleichzeitig auch das umweltfreundlichere. Weiterlesen

Der Brandenburger Landtag hat ein Gesetz beschlossen, das die Parteien verpflichtet, für die Landtagswahlen gleich viele Frauen und Männer auf ihren Landeslisten aufzustellen. Zur Zeit beträgt der Anteil der Parlamentarierinnen 39%. Durchgesetzt werden konnte das Gesetz über eine Mehrheit durch SPD, Linke und Grüne, die gleichermaßen für eine Identitätspolitik zu stehen scheinen, die dem Gleichberechtigungsgebot zuwider und somit verfassungswidrig ist.  Weiterlesen

Das nachfolgende Interview wurde im Diskussionsforum „Muslime und Atheisten – sachliches Diskussionsforum“ geführt. Es zeigt eine interessante Fallstudie einer jungen Frau, die zum Islam konvertiert ist und ihn anschließend wieder verlassen hat, weil er ihren Werteorientierungen zuwider war.
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1. HIV-Positive haben unter Therapie eine normale Lebenserwartung

Seit der Entdeckung des HI-Virus in den 1980er Jahren hat sich viel getan. Während die Erkrankung damals ein Todesurteil war, haben moderne HIV-Medikamente dafür gesorgt, dass Infizierte heute eine praktisch normale Lebenserwartung haben.
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Es ist laut in Deutschland. Wortgerangel übertönt Taten und Inhalte. Chemnitz und Maaßen haben gezeigt, woran es derzeit mangelt und was hingegen im Überfluss vorhanden ist in der hiesigen politischen und kulturellen Landschaft: Hier tobt ein semantischer Streit über Hetze und Hetzjagd. Dort rügt eine Bundesfamilienministerin wegen einer angeblichen Verrohung der Sprache Parteifreunde und Gegner. Dann platzt einer Literaturnobelpreisträgerin der Kragen wegen des Begriffs „Lügenpresse“. Und schlussendlich sagt der niedersächsische Innenminister, gewisse Begriffe – oder Gefasel, in seinen Worten – hätten es nun bis in die Mitte der Gesellschaft geschafft, obwohl sie viele Jahre verpönt gewesen seien. Und das dürfe man nicht dulden. Mich stört hier zweierlei: einerseits, dass zuviel Wind um einzelne Wörter oder Phrasen gemacht wird und andererseits, dass man denkt, dem Ganzen mit Vertreibung und Verboten beikommen zu müssen – und zu können.

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„Marisa, wie konntest du, wo du doch ähnlich sozialisiert bist wie ich, nur so werden?“ fragte mich neulich ein alter Bekannter. Wir sind auf dieselbe Schule gegangen, haben gemeinsame Freunde. Er ist Metal-Fan und trägt seine Haare auch mit Anfang 30 noch lang. Ich mag das. Er hat Sprachen studiert und arbeitet heute als Flüchtlingshelfer. Und ich, ich kritisiere die deutsche Flüchtlingspolitik. Zu allem Überfluss bin ich auch noch islamkritisch.

Wie konnten wir uns, trotz unseres ähnlichen Hintergrunds, nur so unterschiedlich entwickeln?
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Es ist noch früher Abend in Bangkok, als ich mit einer Freundin im Rotlichtviertel Patpong in Bangkok unterwegs bin. Wir beide sind gerade für ein Praktikum in der Stadt und wollen an diesem Abend eine Pingpong-Show besuchen. Warum, dazu komme ich gleich. Weiterlesen

Das von Terres des Femmes geforderte Kopftuchverbot für minderjährige Mädchen wird derzeit kontrovers diskutiert. Kritiker argumentieren mit der durch das Verbot eingeschränkten Religionsfreiheit der Kinder und einem bevormundenden Staat, der dem Individuum seine Freiheiten nimmt. Dabei vergessen sie die Rechte des Kindes und begünstigen eine ethnisch-religiöse Spaltung der Gesellschaft in moralisch und rechtlich voneinander isolierte Räume, die Minderheiten eher schwächt als stärkt und langfristig den sozialen Frieden gefährden kann.

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„Den Islam“ gibt es nicht? Selbstverständlich gibt es ihn. Er ist das Konglomerat der Glaubenspraxis seiner Anhänger und seine theologische Basis. Das Prinzip, wonach man von einer Einheit sprechen kann, wenn zwischen den Bestandteilen dieser Einheit genügend Gemeinsamkeiten bestehen, um die Einheit sinnvoll von anderen Einheiten abzugrenzen, trifft auch auf den Islam zu. Vor allem über den real existierenden Islam, der sich vorrangig über die Einstellungen aller Muslime definiert, lassen sich empirisch gesicherte Aussagen machen.

Gerade von jenen, die eine Differenzierung hinsichtlich der Pluralität des Islams einfordern, um den Islam vor Kritik zu immunisieren, hört man allenthalben pauschalisierende und beschönigende Argumente über „den Islam“, die nachfolgend mit Hilfe von Zahlen widerlegt werden sollen. Weiterlesen